KEO Kindertagesstätte Eichenweg Overath
KEO Kindertagesstätte Eichenweg Overath
Melden hier Sie Ihr Kind bei KEO an!

Haus der kleinen Forscher

Kleine Anlässe, große Erkenntnisse - der Alltag ist voller Naturwissenschaften!

Naturwissenschaftliche Phänomene sind Teil der Erfahrungswelt von Kindern: Morgens klingelt der Wecker, die Zahncreme schäumt beim Zähneputzen, das Radio spielt Musik, der heiße Kakao dampft in der Tasse, auf dem Weg zur Kita werden blühende Blumen beobachtet, die gestern noch geschlossen waren. Kinder wollen ihre Welt im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen" und mehr über Naturphänomene erfahren. Diese vielfältigen Anlässe im Alltag der Kinder lassen sich auch für die pädagogische Arbeit nutzen.

Das Haus der kleinen Forscher ist initiert vom Bundesminiterium für Bildung und Forschung.
Mehr Informationen zu dem Konzept erhalten Sie hier.

Bei Strolchen Erzieherin Christine Yayla das Haus der kleinen Forscher.

Was machen wir heute?

Ein Jahr experimentieren bei KEO von Dr. Werner Niggemann

"Was machen wir heute?" damit begrüßen mich seit einem Jahr die Kinder, wenn ich donnerstags morgens die Kindertagesstätte Eichenweg betrete und eines der Kinder aus der Experimentiergruppe mir über den Weg läuft. Was wir machen, haben Claudia Abstohs und ich uns in der Woche vorher überlegt. Wir folgen dabei den Themenvorschlägen der Stiftung „Haus der kleinen Forscher". Die Themen behandeln elementare Gegebenheiten aus Chemie und Physik, die Kinder tagtäglich erleben: Wasser, Luft, Sprudelgas, Magnete, Strom. Zu jedem Thema haben wir mehrere Versuche durchgeführt, sodass verschiedene Aspekte beleuchtet werden. Einzelheiten dazu sind auf der Webpräsenz der Stiftung beschrieben.

Der grundlegende Ansatz für Kinder im Kindergarten dabei ist, die Versuche selber durchzuführen und Spaß am Tun und Beobachten zu gewinnen. Ich war anfangs sehr skeptisch, ob das klappt. Inzwischen habe ich die Motivation und Konzentration der Kinder erlebt. Der Spaß, den sie beim Experimentieren haben, hat mich davon überzeugt, dass sie das ideale Alter haben, um Interesse für die Natur und die Naturwissenschaften zu wecken. Die Versuche zur Chemie und Physik haben im Gegensatz zu biologischen Versuchen den großen Vorteil, dass die Ergebnisse unmittelbar vorliegen und dass die Versuche erfolgreich wiederholt werden können. Das benötigte Material ist in jedem Haushalt vorhanden oder kann problemlos im Lebensmittelhandel oder im Baumarkt gekauft werden.

Ich habe aber auch die Schwierigkeiten der Kinder erfahren, die bei den Versuchen zu beachten sind: fehlende Feinmotorik und zu geringe Kraft in den kleinen Fingern. Die Herausforderung besteht dann darin, einen Weg zu finden, dass die Kinder den Versuch trotzdem durchführen können. Dies ist meistens mit einfachen Mitteln möglich.

Die größte Herausforderung für mich ist allerdings, die Sichtweise der Kinder annehmen zu können, sodass sie das Wesentliche des Versuches erfahren können. Die Kinder achten auf Details, die ein Erwachsener ausblendet, weil sie im Zusammenhang eigentlich nicht wichtig sind, aber die Aufmerksamkeit der Kinder beschäftigen. Dass unser gemeinsames Experimentieren auch Fragen anstößt, wie „warum brennt der Sand nicht", freut mich sehr, denn es gibt keine dummen Fragen nur dumme Antworten. Denken Sie selber einmal darüber nach, warum Sand nicht brennt und nehmen Sie es nicht als gegeben hin, dass er nicht brennt.

Wann kommt denn der Werner wieder?

Ein Jahr experimentieren bei KEO und wie es weiter geht von Claudia Abstohs

"Wann kommt denn der Werner wieder?" musste ich jede Woche von den Kindern hören, bis endlich wieder Donnerstag war. Wie Herr Dr. Niggemann schon in seinem Artikel berichtet waren die Kinder mit viel Freude und Engagement beim Experimentieren zu den unterschiedlichsten Themen dabei. Sie haben in dieser Zeit viel über naturwissenschaftliche Bereiche gelernt und das wöchentlich stattfindende Experiment zusätzlich dokumentiert, indem sie das Experiment nachgemalt haben. In dieser Zeit ist eine tolle Sammelmappe aus Fotos und gemalten Dokumentationen entstanden. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei Herr Dr. Niggemann bedanken, der wirklich sein Herz und seine Zeit ehrenamtlich für unsere Kinder in dieses tolle Projekt steckt. Die Kinder und auch ich haben viel Neues und Spannendes erlebt.

Wie geht es nun im kommenden KiTa-Jahr weiter?

Im kommenden KiTa-Jahr werden wir das Projekt "Haus der kleinen Forscher", aufgrund der hohen Anzahl der Vorschulkinder und der veränderten Zeiten der Vorschul-AG, etwas anders gestalten müssen. Das Projekt wird dann am Nachmittag stattfinden. Es wird drei Gruppen geben müssen. Die eine Gruppe experimentiert jeweils 8-10 Wochen zu zwei unterschiedlichen Themenbereichen. Danach beginnt dann die nächste Gruppe zu den gleichen Themenbereichen 8-10 Wochen und darauf folgt dann für 8-10 Wochen die letzte Gruppe. Ein genauer Nachmittag und die Gruppeneinteilung stehen noch nicht fest. Wir werden die Eltern zu gegebener Zeit darüber informieren.

Ich freue mich auf ein weiteres spannendes Jahr "Haus der Kleinen Forscher" mit Herr Dr. Niggemann und den Kindern.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Elternverein Overath e. V.