KEO Kindertagesstätte Eichenweg Overath
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Die Vorschule

von Carmen Bender
Das letzte Kindergartenjahr neigt sich dem Ende zu, und dieser Situation tritt man mit gemischten Gefühlen entgegen, zum Einen, weil die schöne, unbeschwerte Zeit des sorglosen Spielens vorbei ist, zum Anderen, weil ein neuer Lebensabschnitt, sowohl für Ihre Kinder, wie auch für Sie, beginnt.

Und daran sind sicherlich einige Sorgen und Ängste geknüpft: „ Wird mein Kind es schwer haben in der Schule, wird es das Alles schaffen... etc.“ Nun, dem Ganzen kann man leicht entgegen treten, wenn man bedenkt, dass die Vorbereitungen auf die Schule schon in der ganzen Kindergartenzeit statt gefunden haben, und nicht erst in der sogenannten „Vorschule“, die im letzten Jahr einmal die Woche lief. Diese diente vielmehr dazu, einige Schritte in der Entwicklung des Kindes weiterzugehen, um den Übergang zur Schule so leicht wie nur möglich zu machen, aber auch die Kinder stark und selbstbewusst an die neuen Aufgaben heranzuführen.

Das Projekt „Vorschule“ ist von den Kindern mit Neugierde und Freude gestartet worden. Sie haben selbst die Möglichkeit gehabt, sich so zu gruppieren, wie sie möchten, sich einen Namen zu geben, und die Fantasie hat nicht lange auf sich warten lassen: „ Die Kinder gaben sich den Namen „Die SCHLAUEN Kängurus“.
Als erstes haben die Kinder gelernt, dass Pünktlichkeit im Alltag sehr wichtig ist, dass bestimmte Zeiten verpflichtend sind, und Sie dafür eventuell eine lustvolle Beschäftigung abbrechen müssen, so dass alle Kinder um 14. 30 Uhr erschienen sind. Mit Ausdauer, Aufmerksamkeit und Geduld haben sie dann die Vorschule um 16.00 Uhr beendet.

Um etwas Disziplin von Anfang an hereinzubringen, hat jede Gruppe einen Baustein mit den Namen der jeweiligen Kinder beschriftet, ihn „SPRECHSTEIN“ genannt und souverän die Regel erklärt, dass man nur dann zu Wort kommen darf, wenn man den Stein bekommen hat. Dass man Andere ausreden lassen soll, und man selber erst dann sprechen darf, oder einen Wunsch äußern, wenn man dran ist. Darauf haben die Kinder auch sehr gewissenhaft geachtet!
Um den Kindern den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule zu erleichtern, hat jedes Kind sein eigenes Mäppchen mit Stiften und ein Hausaufgabenheft in einer Tasche. Diese wird jeden Dienstag mit zur Vorschule gebracht und danach wieder mit nach Hause genommen. Die Kinder bekommen oftmals kleine Hausaufgaben auf, damit sie einen kleinen Einblick in das bevorstehende „Schulleben“ erhaschen können.
Da Ordnung sehr wichtig ist, hat jedes Kind sich eine Schulmappe gebastelt, gestaltet und mit Namen versehen, dazu die Möglichkeit wahrgenommen ein Namensschild zu malen, zu sticken oder zu töpfern. So ist der Umgang mit den Buchstaben spielend geschehen und in lustigen Formen ausgeartet, wie z.B Buchstabensalat, Bilder mit Zick-Zack-Motiven, die von den Kindern mit Linien und Punkten komplettiert wurden, auf vorgegebenen Linien gemalt, und gleichzeitig die Entwicklung der Feinmotorik gefördert haben. Es gab noch mehr Angebote in diesem Bereich, die dazu dienen die Auge-Hand-Koordination zu fördern , die für das Schreiben in der Schule sehr wichtig ist.

Die Sprachentwicklung ist durch Erzählungen nach Bildern, Silbentrennung, Rhythmik und Wortlängen , durch Klatschen in die Hände, Reime, Sprachspiele aber auch durch Raumbegriffe und Platzbegriffe wie : „Oben, unten, neben, vor, hinter, links, rechts...etc“ erweitert worden. Dazu sind viele passende Spiele gemacht worden, auch Bewegungsspiele, denn das Kind, welches sich im Raum leichter bewegen kann, wird sich auch sehr leicht im Zahlenraum bewegen.
Im mathematischen Bereich sind die ersten Entdeckungen der Mengenverhältnisse gemacht worden, durch Vergleiche und Experimente haben die Kinder festgestellt, was : „mehr, weniger, klein, groß, lang kurz ...etc bedeutet.
Die Kinder haben mit Begeisterung Zahlenreihen von 1-10 gelegt (sogar bis 100!!!), dabei Mosaik und Bausteine benutzt, aber auch Perlen eingesetzt, um die Arbeitsblätter schneller fertig zu bekommen. Plus + und Minus – sind keine unbekannten Begriffe mehr. Genauso die geometrischen Formen : Quadrat, Rechteck, Dreieck und Kreis.
Die Besuche bei der Feuerwehr, in der Bücherei, im Krankenhaus, sowie die Zusammenarbeit mit der Polizei haben unseren Kindern auch viel Wissen über verschiedene Berufe vermittelt, den Umgang mit dem Fachpersonal gezeigt, die Kompetenz der Leute in diesen Berufen, aber auch das Verhalten im Straßenverkehr, selber zu entscheiden wie man sich korrekt verhält. Die Kinder haben auch gelernt, Rücksicht auf andere zu nehmen, höflich, freundlich und hilfsbereit zu sein.

Das Basteln der eigenen Schultüte mit ein wenig Unterstützung von Seite der Eltern hilft den Kindern, auch noch Vertrauen in das eigene Können zu haben, den eigenen Geschmack weiter zu entwickeln und selbstbewusst zu dem zu stehen, was man selber als schön empfindet.

Als „KRÖNUNG“ der vergangenen Kindergartenzeit übernachten die Kinder im Kindergarten. Dieses ist für die Kinder immer besonders aufregend, aber auch eine schöne Erfahrung. Mit dem guten Gewissen, dass wir bei der Entwicklung Ihres Kindes und zu der Vorbereitung auf die Schule beigetragen haben, und dass wir Sie in der Kindergartenzeit gerne begleitet haben, wünschen wir Ihnen, liebe Eltern, viel Glück und Zufriedenheit. Und den neuen Schülern einen GUTEN Start!

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